Konzept erlebnispädagogisches Projekt

 

1. Die Grundidee

2. An wen richtet sich unser Angebot?

3. Ziele

4. MethodeIth 026

5. Weiterführende Zielsetzung

6. Finanzen

7. Die soziologischen Hintergründe

 

 

 

1. Die Grundidee

In Zeiten immer knapper werdender Finanzen fanden wir es an der Zeit, Lehrern und Schülern eine sinnvolle Alternative zur relativ teuren Klassenfahrt zu bieten. Es ist auffallend, dass es zu deutlich rückläufigen Unternehmungen im Klassenverband kommt. Das Elternhaus ist immer weniger in der Lage - oder gewillt -, kosten-intensive Klassenfahrten zu finanzieren. Insbesondere macht sich dies in der Arbeitsatmosphäre und in der Lernbereitschaft der Schüler bemerkbar.

 

Diesem Umstand gilt es nun mit guten, tragbaren Ideen zu begegnen und eine für alle Seiten umsetzbare Lösung zu entwickeln. Der Ausbau vieler Schulen zum Unterricht im Ganztagsbereich bietet hier ebenfalls ein günstiges Zeitpotential. Angedacht sind Klassenunternehmung im unmittelbaren Umfeld der Jugendlichen oder ein mehrtägiges Seminar im Schulunterricht oder Wandertagen.

 

Durch die Vernetzung mit der mobilen Jugendarbeit erschließen sich, durch die erlebnispädagogische Arbeit, bereits viele Erstkontakte. Dies ist ein wichtiger Schritt später sinnvolle Hilfestellung oder Angebote unterbreiten zu können.

 

2. An wen richtet sich unser Angebot?

 

Erreichen möchten wir die Kinder im öffentlichen Schulsystem, die die Klassen 1 bis 10 besuchen. Mit dieser Form der gruppendynamischen Freizeitgestaltung ergeben sich neue Möglichkeiten, den Klassenzusammenhalt zu stärken bzw. zumindest den Grundstein dafür zu legen.

 

Wir wollen den Kindern und Jugendlichen helfen, durch eine positive Grundstimmung einerseits und ein ausgeprägtes „Wir-Gefühl“ innerhalb des Klassenverbandes andererseits eine solide und tragfähige Arbeitsbasis zu erstellen. Dies sieht insbesondere auch die Einbeziehung des jeweiligen Klassenlehrers vor, der - seiner Verantwortung enthoben -, seine Schüler einmal ganz anders erleben kann.

 

3. Ziele

 

  • das Gemeinschaftserlebnis stärken und fördern
  • über den Spaß am Tun Erfolgserlebnisse schaffen
  • durch weitgehende Autonomie das Selbstbewusstsein stärken
  • durch Aufgaben für die Gruppe das Verantwortungsgefühl fördern
  • über das gemeinsame Entwickeln neuer Strategien und Lösungen das Mitein-ander bereichern
  • Über Erfolgserlebnisse die Motivation zum Lernen steigern
  • sinnvolle Alternativen der Freizeitbeschäftigung im Lebensraum der Kinder und Jugendlichen erschließen
  • durch direkten Kontakt des Gemeinwesens mit den Kindern und Jugendlichen und umgekehrt die Akzeptanz verbessern und neue Perspektiven eröffnen
  • jungen Menschen den Rahmen bieten, selbst aktiv am Gemeindeleben teilzuhaben

 

4. Methode

 

Die positive Grundstimmung möchten wir durch gezielte, erlebnisorientierte Freizeitpädagogik erreichen. Durch eine genaue Gruppenanalyse im Vorfeld der Unternehmung sollen die Stärken einer Gruppe erfasst und somit nutzbar gemacht werden. Unser Angebot wird sich auf diese Stärken beziehen, um zum positiven Verstärker zu werden.

 

Die Erfassung von Interessen, Vorlieben und Abneigungen erfolgt durch den Einsatz von Fragebogen. Ferner sollen die Kinder und Jugendlichen anonym Stellung beziehen und uns ein authentisches Bild des Klassenverbandes liefern. Eine Begleitung der Gruppe sollte den Zeitraum von 3 bis 5 Tagen beanspruchen und kann alternativ auch als Tagesprojekt erfolgen.

 

Das aktive Einbinden der Kinder und Jugendlichen schon in den Beschaffungsprozess von Materialien und Know-How soll ihre Autonomie, ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstfindung fördern. Nachfolgend führen wir einige Beispiele auf, mit denen wir Gruppenprozesse begleiten und unterstützen wollen:

 

  • Erstellen von Flößen
  • Abenteuerwanderung durch die Heide
  • Kanufahrten und anschließend im Zelt übernachten
  • Interaktive Spiele
  • Erlebnisraum Wald
  • Indianerlager
  • Steinzeitleben
  • ...
  • Eine genauere Beschreibung ist hier nicht möglich, da die Projekte in ihrer Gestaltung vom Bedürfnis der Gruppe abhängig sind, sowie vom Wunsch des Klassenlehrers. Da wir der Überzeugung sind, bei jedem Wind und Wetter unsere Umwelt erleben und Gruppenprozesse initiieren zu können, ist unser Projekt an keine Jahreszeit gebunden.

 

5. Weiterführende Zielsetzung

 

Da diese Angebote im unmittelbaren Umfeld der Kinder und Jugendlichen stattfinden sollen, ist die Einbindung des Gemeinwesens ebenfalls Teil unseres Konzeptes. Das Erkennen von Ressourcen in der unmittelbaren Umgebung der Kinder und Jugendlichen soll eine weiterführende Begleitung - von uns unabhängig - erschließen.

 

Durch Kontakt zu ortsansässigen Helfern und Begleitern mit den Jugendlichen sehen wir eine Chance, Vorurteile abzubauen. Sich kennen und schätzen lernen ist eine gesunde Basis, sich in seinem „Ort“ wohl und angenommen zu fühlen.

 

Unser Ideal ist, die Jugendlichen soweit zu aktivieren, dass sie selbst die Initiative ergreifen und gruppenführend tätig werden. Durch die Einbindung in das Gemein-wesen soll das Interesse an aktiver Gemeindearbeit und an der Übernahme von Verantwortung gestärkt und gefördert werden. Vorstellbar ist eine Einbindung in nachfolgende Einrichtungen:

 

  • Rotes Kreuz
  • Jugendzentren
  • Altenhilfe
  • Flößer
  • Sportvereine
  • Förster
  • Musikgruppen
  • DLRG
  • ...

Bei Bedarf kann unser Angebot auch  als Projektarbeit aufrechterhalten werden.

 

6. Finanzen

 

Die Finanzierung des jeweiligen Projektes soll dabei grundsätzlich durch den Kostenbeitrag eines jeden Teilnehmers gedeckt werden.

 

7. Die soziologischen Hintergründe unserer Arbeit

 

Kinder und Jugendliche haben es besonders schwer, während der Pubertät Akzeptanz und Wertschätzung zu erfahren. Diese Pubertät setzt bereits im Alter von 10 Jahren ein und endet ca. mit dem 18. Lebensjahr. In unserer Gesellschaft wird diese Phase der Neuorientierung und Umstrukturierung des jungen Menschen kaum wahr genommen. Selten finden Jugendliche den erforderlichen Rahmen, ihre Persönlichkeit zu stärken.

 

Nur in einer vertrauensvollen, fördernden Umgebung können sich pubertierende Jugendliche zu selbstbewussten, sozial offenen, skeptischen, informierten sowie an den Mitmenschen interessierten Persönlichkeiten, die zu ihren Eltern ein offenes, jedoch durchaus kritisches Verhältnis haben, entwickeln. Da vor allem in den sozialen Beziehungen Werte und Normen vermittelt werden, sind die moralische Urteilsfähigkeit und das Gewissen der Jugendlichen nur durch Erleben von Gemeinschaft prägbar. Vielfältige Erfahrungen aus Familie, Schule, Arbeitsstelle, Peer-group und Ähnlichem helfen ihnen, den Weg in die Erwachsenenwelt zu finden und sich in dieser zu bewähren.

 

Insbesondere die pädagogischen Ansätze von Kurt Hahn und Janusz Korczak sind bestimmend für unsere sozialpädagogische Arbeit.

Dies bedeutet im Detail:

  • Eigene und fremde Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Sensibel für die anderen Teilnehmer der Gruppe zu werden
  • Entscheidungen zu treffen
  • Selbstkontrolle zu üben
  • Kooperativ zu handeln
  • Sicherheit zu erfahren
  • Neue Verhaltensmuster kennenzulernen
  • Andere Rollen einzuüben und Problemlösungsverhalten auch in Konflikt-situationen zu erfahren.
  • Die Berücksichtigung von Veranlagung und Erziehungsmilieu ais wichtige Erziehungsdeterminante
  • Eine freie Entfaltungsmöglichkeit im Hinblick auf soziale Möglichkeiten, Bedingungen und Ansprüche.
  • Der Abbau des überhöhten Kindheitsideals.
  • Das Recht des Kindes auf Mittelmäßigkeit

 

Der Jugendliche lernt Grenzen kennen und weiß, wann Forderungen oder Wünschen Anderer ein entschiedenes "Nein" entgegengesetzt werden muss. Die Bewältigung von Herausforderungen dient der persönlichen wie auch der gruppenbezogenen Weiterentwicklung.

 

Unter Herausforderungen sind dabei lebensbezogene Situationen zu verstehen, die durch aktives Handeln und Erfahrungsbezug zu gestalten sind. Eine vernetzte Anfor-derung an Körper - Geist - Seele trägt dabei aus Sicht der Pädagogen zur sensomotorischen Förderung und Integration bei.

 

Humor als Erziehungsstrategie ist ein Schlüssel zu jungen Menschen vorzudringen,  ohne ihnen ständig den erhobenen Zeigefinger vorzuhalten. In Verbindung mit den Elementen der Erlebnispädagogik scheint uns dies ein Weg zu sein, der letztendlich für alle Seiten zu einem befriedigendem Ergebnis führen kann.

Hier können Sie den aktuellen Flyer downloaden

 

Plauderkasten

Jamie
Hallo...
Ich vermisse sehr die BMX Conteste im Böse Park... Meine Frage wäre ob ihr nächstes Jahr w...
Samstag, 07. Oktober 2017
Britta
Liebe Sandra, das Mindestalter beträgt 16 Jahre. :cry
Montag, 02. Oktober 2017
Sandra
Hallo, wie alt muss man für die Lan Party sein? Darf man als 14 jähriger mitmachen?

Gruß von eine...
Donnerstag, 28. September 2017
Viktor Moor
Hi!
Wär es möglich Dota2 nächstes jahr mit aufzunehmen?
Sonntag, 24. September 2017